Unterwegs auf Weißfische

Kurz vor der Schonzeit meiner geliebten Friedfische ging es für mich und einen Vereinskollegen ins benachbarte Niederösterreich auf ein Duo Fischen um den übermäßigen Bestand an Weißfischen in dieser Teichanlage zu dezimieren und in ein anderes Gewässer zu übersiedeln.

An diesem Tag waren sämtliche Angelmethoden mit der Pose erlaubt. Aus Gesprächen mit Kollegen wusste ich bereits im Vorfeld, dass sich die Fische nur auf gewissen Plätzen auf die Stecker- Distanz locken liesen, und sonst eher die Matchrute mit Waggler Montagen dominierte. Dementsprechend bereite ich mir im Vorfeld einige Montagen für den Stecker, einen Schwung an feinen Vorfächern und 2 Matchruten vor.

Beim Futter entschieden wir uns für eine Mischung aus 2 Teilen Dynamite Baits Sweet Fishmeal und 1 Teil Silver X Bream angereichert mit etwas gequollenen Hanf.

Pünktlich um 07:30 begann die Auslosung der Startplätze und mein Duo Partner zog die Nummer 5 aus dem Topf, welche einen Eckplatz und somit einen Platz für die kurze Distanz mit dem Stecker bedeutete. Sicherheitshalber baute ich auch noch beringte Ruten auf für den Fall, dass sich die Fische draußen im Freiwasser aufhielten. Mein Duo Partner hingegen wollte die Fische mit dem Waggler auf einer Entfernung von 30 Meter zum Anbiss überreden.

Nach dem Startsignal fütterte ich einige Futterballen mit dem Pole Cup in die Ecke und so konnte ich wenig später die ersten kleinen Brassen am 0,10 mm Vorfach und 18er Haken beködert mit 2 Maden einsacken. Mit der Zeit bekam ich einen sehr guten Rhythmus und bekam im Minutentakt Bisse und ein Fisch nach dem anderen Fand den Weg in meinen Kescher. Immer wieder stellten sich auch Dicke Karpfen auf meinen Platz welche mir den feinen Weißfischgummi ordentlich in die Länge zogen und kurz darauf ausschlitzten. Normalerweise ärgert mich ein solches Szenario, aber die Tatsache dass Karpfen sowieso nicht gewertet wurden, lies mein Gemüt erst gar nicht entgleiten.

Als die Aktivität bei mir nachließ und ich auch auf diverse Veränderung an Montage und Köderpräsentation nur mehr wenige Bisse bekam entschied ich mich für die langen Bahn und die Matchrute, da mein Partner im Freiwasser sehr gut Fisch fing, und so konnte auch ich nach einigen geschossenen Futterballen noch etliche weiße Flossenträger verführen.

Frei nach dem Motto „Wenn es am schönsten ist, soll man aufhören“ beendeten wir nach dem Schlusssignal die Fischerei und machten uns wieder ans Zusammenpacken unserer Ausrüstung, bis schließlich auch schon das Wiegekommando an unserem Platz eintraf. Schnell leerten wir die Netze und schauten gespannt auf die Waage, welche bei 10,44 Kilo stehenblieb. Nicht so schlecht dachte ich mir, da die Durchschnittsgröße der gefangenen Fische nicht mehr als 150 Gram betrug.

In der Endabrechnung konnten wir den guten vierten Platz erreichen, und der Hegeauftrag wurde mit einem Gesamtfanggewicht aller Teilnehmer von 90 Kilo erfolgreich ausgeführt.

Nun heißt es für mich Waffenstillstand und Materialpflege bis zum Ende der Schonzeit.

Michael
Match Team Shimano

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