SYSTEM BASH

Angetrieben von den ersten kleinen eingefahrenen Probanden der Saugrüsselspezies hat es mich am Osterwochenende wieder mal an die Schottergrube getrieben, um erneut mein Monstersystem zu zelebrieren. Mit dabei ein paar neue Trümmer, die wirklich vernünftig anmuten. Die neuen Taschensysteme der Shimano Tribalserie kommen meinem minimalistischen Kleinchaos wirklich entgegen, meine alten Stöcke wurden gegen dreipfündige Tribal Velocity ausgetauscht und meine angebrühten 26er Sourcemurmeln schlummerten seit einer Woche in ihrem schleimigen Bad aus Crave u. Source-Liquid. Im Hinterhalt lauernd, wartend auf ihren ersten Einsatz in der Hollywoodlacke. Mochten die Spiele beginnen…

Die Wetterbedingungen waren als durchaus idealst zu bezeichnen, es ging ein leichter Wind und die Sonne streichelte mit dezenten 17/18°C vom Himmel herab. Schnell lagen die beiden Singlebait-Fallen an ihren Plätzen und ein paar einzelne Murmeln mittels Nahrungsrohr gegen den Horizont geblasen. Mein Glauben war wieder mal meine einzige Waffe. Und wirklich wahr. Bereits eine Stunde, nachdem der obligate Zauber am Spot lag, lief zum ersten Mal die Leine von der Rolle. Jooooooo. Mit dem war so schnell wahrlich nicht zu rechnen. Nach einem kurzen, bissigen Fight lag die erste Schuppensau in der Matte, welche die magische Zweistellergrenze erstmals dieses Jahr überschritt. Muhahahaha. Zweiter Fisch und schon mal Schwein.

Jawoi…Danach gings Schlag auf Schlag und ich durfte abwechselnd die scheinbar neuen Wunderwaffen von den Banksticks greifen. Bis halb5 hatte ich bereits 3 Rüssler auf der Habenseite, was unter normalen Umständen schon mal sehr aussergewöhnlich war. Dann kam gröberer Wind auf und am grummelnden Horizont formten sich gar dunkle Wolkengebilde. Das war schon mal nicht mehr so aussergewöhnlich, wenn ich am Wasser war. Irgendwie zieh ich das magisch an. Das ist wahrlich nicht mehr von der nach Fischfutter stinkenden Hand zu weisen…Und dann kam´s wirklich mit der groben Kelle. Bereits bei der aufkeimenden Brise hab ich präpotentest in die Kamera vom “Sturmsluuudsch” philosophiert. Das war normalerweise genau mein Wetter. Wenn der Sturm weht, dann wird der Sludsch ernten. Im Standardfall tritt eigentlich nie das ein, was man sich so sehnlichst herbeiwünscht, aber manchmal gibt es diese Tage, auch wenn sie sehr rar gesäht sind. Diese Tage, wo genau das passiert, was man im Innersten ohnehin zu wissen scheint. Alles eine Frage der Quantentheorie. Aber das hatten wir schon. Der Wind wird binnen Minuten zum fetzenden Luftschwinger und keine 5 Minuten später ist der Stock krumm. GONG! Mit knatternder Bremse, die Fresse im Sturm, lausche ich der singenden Schnur, die mir das Lied vom Kapitalen pfeift. Epische Momente. Dann gleitet das Saugschwein in die Keschermaschen. Groß, dick, gelb. Monsterspiegler. Einfach so. MUAHAHHAAHAH – ich hab´s nicht mehr gepackt…

Kaum zehn Minuten später war das orkanartige Lüftchen auch schon wieder vorbei, um prasselnden Regen zu weichen. OK. Damit konnte ich leben. Die bisslosen, feuchten Stunden wurden dafür genutzt, die eigenen Mägen zu füllen und aufs Display der Spiegeleflex zu geifern. Vier Fische und zweimal Sau. YES. Ich war mit der Karpfenwelt im Reinen. Nachdem der Regen auch wieder aufgehört hatte, durfte ich noch einen Kleinen zwanzig Meter vorm Ufer aussteigen lassen um mich danach in die Falle zu rollen. Isa, die zum ersten Mal heuer mit am Wasser war, bezog die geschlossene Trakker-Hütte, während ich großmaulig unter offenen Schirm residierte. Bei der Menge an Abläufen konnte man ja schließlich nicht wissen, wie flink man sein musste. Gegen 22 Uhr zwang mich der erneut aufkeimende Todeswind und strömender Regen meine Idee zu überdenken und zur Isa in die Mädchen-Behausung zu ziehen. Zuvor bin ich allerdings 20 Minuten unter dem Schirm gekauert und hab die Streben mit kalten Fingern an den Körper gepresst, damit mir die Scheisse nicht um die Ohren fliegt. Da bräuchte ich Zeltheringe, die bis zum Mittelpunkt der Erde reichen. Tja, was soll man machen. Jedenfalls durfte ich der folgenden Nacht noch zweimal abheben, wobei ein Kandidat erneut die Zweisteller Hall of Fame enterte.
Man konnte sich wahrlich nicht beschweren…

Am folgenden Tag durfte ich noch einen abgefahrenen Mutantenspiegler einnetzen, um die Fangorgie abzuschließen. 8 Abläufe in knapp 30 Stunden, davon 7 Rüssler, wovon zwei die persönliche Schweinemarke knackten und eine Übersau alle Erwartungen pulverisierte. Der Sturmsludge mit seinem willenlosen Antipartikel u. aus Faulheit geborenen Monstersystem war wieder da. So kann´s dir gehen. Schön musste man wirklich nicht sein. Muhahahahahaha…f

 

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