Fangbericht vom April – internes Wertungsfischen

Letztes Wochenende fand das erste interne Wertungsfischen unseres Vereins „Fischerrunde Carpio“ an einer schönen Schotterteich-Anlage statt. Die Angelart war frei wählbar und meine Wahl fiel auf die Feederfischerei mit dem Korb und dem Method Flat. Wie der Zufall es wollte zogen Mike – mein Shimano Teamkollege – und ich die Plätze direkt nebeneinander. Wobei ich das Glück hatte und mir der Endplatz zum Schluss bei der Ziehung übrig geblieben ist. Da sich Mike ebenfalls für dieselbe Angelmethode entschieden hatte, stellten wir den Konkurrenzkampf der Wertung in den Hintergrund und versuchten gemeinsam das bestmögliche aus dem Angeltag in Sachen Strategie, Futter- und Köderwahl heraus zu holen und im Meinungsaustausch viele Erfahrungen für zukünftige Duo-Fischen zu sammeln.

Ich legte meine Strategie folgendermaßen fest:
Ich fischte auf 63 Meter gerade vor mir mit einem kleinem 30 Gramm Flat mit Gummizug. Zum Einsatz kam hier meine alt bewährte Shimano Speed Master Feeder Kombo mit einer 4000er Aero Feeder Rolle. Mit der Mould drückte ich eine Futtermischung bestehend aus: Dynamite Baits Swim Stim Amino Original, Betaine Green, Silver X Feeder, gepimpt mit geschnittenem Mais und ein paar Marine Halibut Micro Pellets. Als Köder teste ich die verschiedensten Boilies an der Haarmontage. Schon nach kurzer Zeit bog sich meine Feederspitze mächtig Richtung Wasser und ich konnte den ersten Karpfen des Tages mit meinem Unterfänger landen. Im Laufe der Zeit stellte sich eine Wurffrequenz von circa 10 Minuten ein und ich konnte einige Karpfen fangen. Dabei stellte sich heraus, dass ich mit einer kleinen roten Shellfish Murmel den besten Erfolg hatte. Als die Bisse auf meinem Futterplatz weniger wurden entschloss ich mich schräg in Richtung Ufer auf 50 Meter zu fischen. Zu diesem Zweck hatte ich mir meine Super Ultegra mit 60 Gramm Wurfgewicht mit der kleinen 2500 Aero Rolle bestückt vorbereitet. Auch hier setzte ich auf die selbe Flat-Montage wie auf der langen Bahn. Weiters hatte ich noch meine neue Beastmaster Multi Feeder mit einer Feedermontage mit Korb aufgebaut und abgelängt. Punktgenau setzte ich mein Flat in Richtung Ufer an meinen neuen Futterplatz. Wieder dauerte es nicht lange und die feine 0,75 OZ Spitze meiner Super Ultegra krümmte sich mit gespannter Schnur in Richtung meines Flats. Es ist einfach ein tolles Gefühl mit so feinem Gerät Karpfen aus solchen Distanzen in tiefem Wasser zu drillen. Voll motiviert blieb ich natürlich auf meinem neuen Futterplatz, wo ich kontinuierlich Bisse bekam. Leider verlor ich einige Fische, die beim Drillen rechts von mir in einem im Wasser liegenden Baum flüchten konnten. Als die Bisse vorsichtiger wurden und ich einige Fehlbisse verzeichnen musste, stellte ich auf die Korbmontage mit drei Maden am 16er Haken als Köder um. Und siehe da: schon beim zweiten Wurf konnte ich einen schönen Giebel in meiner Fangliste verzeichnen. Letztendlich fischte ich aber wieder mit dem Method Flat und meinen roten Boilies. Bis zum Ende des Fischens konnte ich so noch einige Karpfen verhaften, wobei zwei kapitale Rüssler jenseits der 7 Kilo-Marke sich ebenfalls überlisten ließen.

Mike setzte seine Strategie wie folgt an:
Ich versuchte mein Glück auf der etwas kürzeren Bahn von 45 Metern, dazu baute ich mir meine beiden geliebten Super Ultegra Feeder Ruten mit 90 Gramm Wurfgewicht samt den Aero Feeder 4000 Rollen auf. Eine Rute wurde mit einem fixiertem 30 Gramm Flat bestückt, die zweite mit einer Freilauf Montage für den normalen Futterkorb.

Da die von Manfred erwähnte Futtermischung schon in der Vergangenheit immer wieder für gut gefüllte Netze sorgte, fiel mir die Entscheidung nicht weiter schwer. Zusätzlich weichte ich mir noch 3mm Marine Halibutt Pellets ein die ich bei jedem drittem Wurf pur in die Flat- Form drückte um die Fische auf meinem Platz bei Laune zu halten.

Kurz nach dem Startsignal bekam ich die ersten Bisse und konnte einige Karpfen auf Toastbrot landen, welches ich mittels eines Ausstechers in Form brachte. Immer wenn die Bisse weniger wurden oder ausblieben wechselte ich auf ein Maiskorn oder einen kleinen orangen Pop Up, und konnte dann teilweise bereits nach dem Auftreffen des Flats am Gewässergrund wieder Bisse verzeichnen. Da die Karpfen an diesem Tag den Köder nur sehr fein und zimperlich aufnahmen gingen mir leider einige Fische kurz nach dem Annehmen der Rute verloren, dennoch konnte ich am Ende des Tages eine Ausbeute von 29 Kilo auf mein Konto verbuchen. Auch wenn dieser Tag für mich leider nicht auf einem Stockerlplatz endete, war ich sehr zufrieden mit meiner Ausbeute und dem optimalem Zusammenspiel meines verwendeten Tackles.

Bei der Endabrechnung konnten wir nicht nur einiges an Meinungen und Erfahrung austauschen, sondern ich konnte auch den Tagessieg und Mike einen guten 4. Platz einfahren.

Eure Match Team Angler
Mike und Manfred

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