Wenn selbst der Beifang Spaß macht

Nach einem arbeitsreichen Freitag gönne ich mir am Nachmittag ein paar Würfe an der Donau, so mein Gedanke. Am Wasser angekommen bläst mir der Sturm mit voller Wut ins Gesicht und schnell regen sich Zweifel an meinem Schaffen. Egal, ich habe Zeit, ich bin am Wasser, also angle ich. Wurf um Wurf mache ich und freue mich über Weiten jenseits der 50 Meter, denn mittlerweile stehe ich klugerweise mit dem Rücken zum Wind.

Als ich den 18cm No-Action Shad gerade so reinfaulenze, kurble ich plötzlich gegen eine Wand und mache einen ungewollten Schritt nach vor. Rute hoch und los geht’s! Hilflos sehe ich zu wie mir der Fisch Meter um Meter von der zugebockten 4000er Twin Power zieht, immer weiter in den Strom hinaus. Meine nagelneue Aspire 27DX27H biegt sich bis ins Griffteil und federt die schweren Stöße meines unbekannten Kontrahenten ab.

Nachdem ich in etwa 100 Meter weniger auf der Rolle habe bringe ich ihn zum Stehen und sehe von Weitem einen massiven Körper an der Wasseroberfläche. Ich pumpe und pumpe,  gewinne immer mehr Schnur und mutmaße, um welchen Fisch es sich wohl handeln könnte. Der ersten Flucht nach ein Wels, dem Drill nach ein Huchen. Wäre ja nicht das erste Mal in der Gegend. Schon sehe einen kupferbraunen, breiten Rücken auf mich zukommen – rückwärts! Einige Meter noch und ich kann erneut einen großen Donaulachs in Händen halten, denke ich, als plötzlich ein Tolstolob vor mir auftaucht – am Schwanz gehakt! Autsch!

Naja, wie sagt man so schön: Vorfreude ist die beste Freude. Und Spaß gemacht hat’s allemal!

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