Testbericht Shimano Stradic FK

Ein Klassiker, der sich über die Jahre hinweg bewährt hat, wurde einer ordentlichen Modellpflege unterzogen. Die neue Stradic erscheint in einem völlig neuen Design und wurde aus diesem Anlass auch mit den aktuellsten, technischen Raffinessen von Shimano aufgewertet.

Stradic FK Details

Setzt man sich mit der FK im Detail auseinander, wird einem schnell klar, wohin die Reise geht. Mit dem neuen Rollenkonzept HAGANE wird der Fokus verstärkt auf Langlebigkeit und Robustheit gelegt. So werden sämtliche Komponenten, die erfahrungsgemäß unter besonderer Belastung stehen, mit dem neuesten Kaltschmiedeverfahren gefertigt.

Angefangen vom Antriebsrad, welches aus einem Stück gearbeitet ist, bildet dies in der Kombination mit dem X-Ship Getriebe eine robuste Einheit, das gleichzeitig das Herzstück der Rolle ist.

Um das Innenleben entsprechend zu schützen, hat man sich für ein Gehäuse entschieden, welches ebenfalls zur Gänze aus Metall besteht. Dies hält schädliche Einflüsse von außen ab und verleiht der Rolle zusätzliche Stabilität. Durch die G-Free Gehäusetechnologie liegt der Schwerpunkt der Rolle etwas höher, was ein kraftvolleres Auswerfen begünstigt bzw. „ermüdungsfreies“ Angeln fördert.

Das CORPROTECT-Konzept trägt ebenfalls zur Haltbarkeit bei. Es bietet einen zuverlässigen Schutz gegen das Eindringen von Wasser bei der Bremse, dem Gehäuse und dem Spulenkopf.

Ausgeliefert wird die Stradic FK in den üblichen Größen 1000, 2500, 3000, 4000 und 5000 mit einer Einzelkurbel. Sie hebt sich nach wie vor durch ihre hohe Übersetzung ab, welche je nach Größe zwischen 6,0 – 6,2:1 beträgt.

technische Details Stradic FK(Die weiteren technischen Details unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Ausführungen)

Im Rahmen der Tough Anglers Tour 2015 hatte ich diese Rolle zum ersten Mal im Einsatz und konnte es kaum glauben, dass es sich tatsächlich um eine Stradic handelt. Abgesehen von den Ci4 Modellen brachte ich diesen klingenden Namen ausschließlich mit der Farbe weiß in Verbindung.

Der Mix aus dem edlen Silber mit den dunklen Details wirkte für mich auf Anhieb ansprechend und auch die eher kantige Linienführung des Gehäuses versprüht eine gewisse Frische.< Am meisten war ich vom geschmeidigen Lauf der FK überrascht, da ich es gewohnt war, dass Rollen mit einer ähnlich hohen Übersetzung in diesen Belangen ihre Schwierigkeiten aufwiesen. Auch bei größerer Last durch z.B. schwerere Köder war ein ausgeglichenes Einholen kein Problem. Sie wirkte stets gut ausbalanciert, was schnell für Sicherheit und Vertrauen sorgte. Was die Bremse betrifft, gab es auch nichts zu meckern. Die Schnur wird bei Bedarf präzise freigegeben und die gewünschte Bremseinstellung lässt sich mit dem vergrößerten Bremsknopf spielend vornehmen. Auch der neu konzipierte Schnurclip fiel mir positiv auf, da er es mir in der Praxis tatsächlich erleichterte, die Leine rascher und unkomplizierter am Spulenkopf zu sichern. Stradic FK 2 Stradic FK 1 Zander FK

Meiner Einschätzung nach kann die Stradic FK für sämtliche Spinntechniken angewandt werden, wobei ihre Stärken aufgrund der hohen Übersetzung sicherlich bei einer schnellen Köderführung liegen. Gerade beim Gummifischangeln auf Zander oder beim Wobblerangeln auf Rapfen, wo die Köderführung oft nicht schnell genug sein kann, ist man mit diesem Modell bestens beraten.

Dass mit dieser Bauart dem „Magerwahn“ am Rollensektor etwas entgegengewirkt wird und stattdessen die Robustheit an Wertigkeit zurückgewinnt, begrüße ich persönlich sehr.

Zusammenfassend finde die Stradic FK absolut gelungen und kann sie allen nur ans Herz legen, die auf der Suche nach einer schnellen und belastbaren Spinnrolle sind. Mit einem zu erwartenden Preis ab ca. 170 Euro bekommt man für sein Geld richtig viel geboten.

Tight lines!
Hans-Peter

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