Testbericht Shimano Speedmaster CX Serie (240H, 240MH, 210M)

In einigen Bundesländern Österreichs beginnt ja bereits mit Februar die allgemeine Raubfisch-Schonzeit für Barsch, Hecht und Zander. Für mich ist das die Zeit, in der ich ein Resumée ziehe aus dem vergangenen Angeljahr. Ebenso beschäftige ich mich in der Schonzeit intensiv mit meinem Tackle bzw. mit jenem, das ich in der kommenden Saison verwenden möchte. Für diejendigen unter euch, die das genauso machen, veröffentliche ich jetzt “just in time” meinen Langzeittestbericht zu drei Modellen aus der neuen Shimano Speedmaster CX Serie.

Kurz vor der Lake Trophy 2015 bekam ich die neue Rutenserie zum ersten Mal zu Gesicht. Ich war schon immer Fan der Speedmaster und habe sie vielen meiner Guidinggäste empfohlen. Meiner Meinung nach waren schon die Vorgängermodelle in Sachen Preis-Leistungsverhältnis kaum zu schlagen. Gleich vorweg: die neue Auflage setzt noch eins drauf!

Die Fakten

Doch kommen wir vorher zu den Fakten: die Speedmaster CX Rutenserie umfasst ein breites Spektrum an Modellen in Längen von 1,80m bis 3m. Die Wurfgewichtsspektren wurden angepasst. So ist z.B. die 240H mit 21-56g Wurfgewicht angegeben, nicht wie bei den Vorgängerserien mit 20-50g.

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In Österreich sind im Moment folgende Modelle erhältlich:

SSMCX24M SPEEDMASTER CX SPINNING 240M
SSMCX24H SPEEDMASTER CX SPINNING 240H
SSMCX27H SPEEDMASTER CX SPINNING 270H
SSMCX27XH SPEEDMASTER CX SPINNING 270XH
SSMCX30XH SPEEDMASTER CX SPINNING 300XH

Obwohl diese Rutenserie im niedrigen bis mittleren Preissegment angesiedelt ist, kommen bei ihrer Produktion folgende Technologien zum Einsatz.

Biofibre
Durch die organische Faser Biofibre, die mittels Harz mit Kohlefaser verbunden wird, entstehen leichte Blanks mit kraftvollem Rückgrat.

HPC High Pressure Carbon
Shimano High Pressure Carbon ist ein Herstellungsprozess für hochwertige Rutenblanks. Durch massive Druckausübung während des Brennprozesses wird das Harz gleichmäßig zwischen der Kohlefaser verteilt und so eventuelle Mängel reduziert. Shimano Ruten werden dadurch robuster, leichter und besser als je zuvor.

Fuji Alconite RingeAlconite ist ein noch sehr junges, starkes und haltbares Keramikmaterial, das äußerst dünne und feine Ringeinlagen ermöglicht. Es ist für alle Bedingungen und Schnüre geeignet.

Power Cork
Durch eine synthetische Oberflächenbehandlung verfügt Power Cork über alle Vorteile von natürlichem Kork, ohne die Nachteile mitzunehmen. Power Cork fühlt sich natürlich an, lässt sich ergonomisch formen, ist leicht an Gewicht, sieht gut aus, ist abwaschbar und nimmt keinen Schmutz auf.

Der erste Eindruck

Doch jetzt zu meinen persönlichen Erfahrungen mit der neuen Speedmaster CX Serie. Ich habe mich für die Lake Trophy 2015 für drei Modelle entschieden, die ich bis heute bei fast jedem Angeltrip im Einsatz hatte. Die 240H für mittlere Hecht- und große Zanderköder bzw. das Angeln mit normalen Zanderködern im Fließwasser.  Die 240MH für kleine bis mittlere Zanderköder im Stillwasser und die 210M zum Barschangeln mit kleinen Gummifischen, Twitchbaits und Crankbaits.

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Als ich die Ruten zum ersten Mal sah, erkannte ich die gute, alte Speedmaster fast nicht wieder. Der edle, schwarze Blank in Komination mit silbernen Zierwicklungen und dem komplett neuen, geteilten Kombi-Griffstück aus Power Cork und Moosgummi entsprechen so ziemlich genau dem, was ich mir unter einem modernen und zeitlosen Rutendesign vorstelle.

Die nächste Bestätigung erfuhr ich, als ich die Ruten mit verschiedenen Rollenmodellen auf deren Balance testete. Die verschiedenen Modelle waren perfekt auf das dazu passende Rollenspektrum von Shimano eingestellt.

Langzeit-Test an verschiedenen Gewässern

Die erste große Prüfung mussten meine drei Speedmaster-Modelle bereits unter Wettbewerbsbedingungen bestehen. Von Anfang an fühlte sich das Angeln an, als wäre ich schon lange mit den Ruten vertraut. Nicht zuletzt verdanke ich den vierten Platz bei der Lake Trophy 2015 auch der Zuverlässigkeit und Feinfühligkeit dieser Rutenserie.

Seither begleiten mich die drei Modelle in verschiedensten Situationen ans Wasser und haben mir viele schöne Fische (darunter auch einen 90er Zander) beschert. Ich werde fast ein wenig sentimental, wenn ich daran denke, dass ich die drei Ruten jetzt bis Juni im Schrank verstauen muss. Doch dann fällt mir ein, dass ja schon bald die Forellenschonzeit ihr Ende nimmt. Dann darf zumindest du 210M wieder an die frische Luft!

Tight Lines!
Euer Andreas Zachbauer

2 replies
  1. Avatar
    Daniel says:

    Hey,
    welche Köder stellen bei der 210M die Obergrenze dar?
    Wär schön wenn du ein paar Beispiele nennen könntest.
    Kann ich damit noch ein 4.5 er Shaker am 17g Kopf fischen oder ist das schon to much?

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel

    Antworten
  2. Avatar
    Andreas Zachbauer says:

    Servus Daniel, ich würde die 210M nicht mit dem genannten Köder fischen. Für mich ist es eher eine Rute zum Barsch- und Forellenangeln mit Wobblern und Gummis unter 10cm an leichten Köpfen. Für deinen Zweck würde ich zur 240MH greifen, da ich annehme, du möchtest damit mit mittelgroßen Ködern auf Zander angeln. Tight Lines, Andreas

    Antworten

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