Shimano Ultegra FB zum Friedfischangeln

Wie auch schon mein Teamkollege Mario aus der Raubfischabteilung in seinem Bericht erwähnte, überzeugt die Ultegra nicht nur im Einsatz mit Gummifisch, Wobbler oder anderen Kunstköder, sondern ist auch für uns Friedfischangler ein tolle Option in Sachen Preis-Leistungs-Verhältnis. Darum habe ich natürlich die nun in der zweiten Serie neu aufgelegte „Shimano Ultegra FB“ ausgiebig für euch getestet.

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Für meine Tests am Wasser wurden mir gleich zwei Ultegras von der Firma Thalinger Lange zur Verfügung gestellt, wofür ich mich an dieser Stelle herzlich bedanken möchte. Die beiden Rollen, nämlich eine 4000er und eine 5000er Ultegra, montierte ich kurzerhand auf meine Speedmaster Bolo-Ruten um mit „Nockerlmontage“, also mit Pose und Teig auf Karpfen zu angeln.

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Die 4000er Ultegra FB montierte ich dazu auf meine fünf Meter Speedmaster TE7 Bologneserute und spulte eine 22er Shimano Technium Invisitec auf den Spulenkopf. Die 5000er kam auf die sieben Meter lange Bolo derselben Rutenserie. Bei der großen Ultegra kam eine 20er Technium zum Einsatz. Gerade beim Fischen mit den langen Bolo-Ruten richte ich ein besonders großes Augenmerk auf die eingesetzte Rolle, da diese durch die enormen Hebelwirkungen beim Anhieb und der relativ steifen Aktion der Rute im Drill Schwerstarbeit verrichten muss. Hier konnte die Ultegra FB, die natürlich mit sämtlichen Features einer modernen Angelrolle aus dem Hause Shimano ausgestattet ist, in Sachen Funktionalität und Zuverlässigkeit voll und ganz überzeugen.

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Special Features:

Frontgebremste Rolle mit kalt geschmiedetem Hagane Getriebe und X-Ship Technologie, Aero Wrap Schnurverlegung, G-Free Body Design, 1 Shieldet A-RB+4 Shielded Stainless Steel Kugellager+1 Walzenlager, Coreprotect, A-RC Spulendesign aus kalt geschmiedenem Aluminium…

Die von mir gefischten Rollen in den Größen 4000 und 5000 unterscheiden sich nur durch unterschiedliche Größen der Spulenköpfe und damit verbundenen Schnurfassungsvermögen. Die 5000er verfügt Dank der „Compact Body“ Bauweise über denselben Rollenkörper der auch bei der 4000er eingesetzt wird. Beide Rollen sind mit der schnellen Übersetzung, die in der Typenbezeichnung mit XG (Extra High Gear) gekennzeichnet ist, ausgestattet.

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Technische Daten:

〈 Modell: Ultegra 4000XGFB / Ultegra C5000XGFB
〈 Getriebe: Hagane
〈 Gewicht: 285g
〈 Kugellager: 5 + 1 Walzenlager
〈 Schnurfassung: 4000 – 0,25mm /260m; 5000 – 0,30mm/240m
〈 Übersetzung: beide 6,2:1
〈 Schnureinzug: 4000 / 99cm; 5000 / 105cm
〈 Bremskraft: 11kg
〈 A-RC Spule aus Aluminium

Optisch macht die Shimano Ultegra einen sehr modernen Eindruck. Die in dezenten grau und Silber gehaltene Rolle, mit goldenen Streifen am Spulenkopf und an der Schnur Abspulkante, ist genau nach meinem Geschmack. Zusätzlich verleihen die schräg gefrästen Rillen im Spulenkopf der Ultegra einen sportlichen Touch. Mit diesem Design passt die Ultegra nicht nur auf meiner Speedmaster Bolognese sondern macht auf nahezu allen Ruten eine gute Figur.

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Am Wasser konnte mich die Ultegra sowohl auf der 5 Meter, als auch auf der 7 Meter Bolo vollkommen überzeugen. Dank des G-Free Body Design wirkte die Rolle auf der 5er Bolo noch handlicher und leichter. Bei der 7er Bolo ist von diesem Balanceakt natürlich nicht mehr wirklich etwas zu spüren. Dieses Design-Element kommt aber umso mehr zu tragen, wenn die Ultegra an feinen Match oder Float Ruten montiert wird. Durch die optimale Gewichtsverteilung erreicht man eine perfekte Balance zwischen Rute und Rolle.
Meist fische ich mit der 7er Bolo etwas feiner, mit kleinerem Haken gerade unter der Rutenspitze, oder schlenze den Köder einige Meter hinaus. Wie schon erwähnt werden beim Anhieb mit so langen Ruten durch die große Hebelwirkung, extreme Kräfte auf den gehakten Fisch wirkend. In dieser Situation kommt die – wie ich feststellen konnte – perfekt justierbare Bremse der Ultegra ins Spiel. Die Schnur kann weich und ohne rupfen von der Spule ablaufen und man braucht nicht gleich beim Anschlag einen Schnurbruch befürchten. Ähnlich verhält es sich bei der 5er Bolo, mit der ich gerne auf weitere Distanz fische. Hier stelle ich die Bremse etwas härter ein, um den Anschlag auch durchzubringen und den Haken beim Biss sicher setzen zu können. Hier hilft die Dehnung der Schnur um die entstehenden Kräfte etwas abzufangen. Aber ist erst Fisch gehakt und die Schnur gespannt, arbeitet auch hier die Bremse butterweich. Im Drill liegt der Kunststoff T-Knauf an der Alukurbel gut in der Hand und das Hagene-Getriebe mit X-Ship System sorgt für eine effiziente Kraftübertragung beim Kurbeln. Auch die Bremse lässt sich bei starken Fluchten leicht nachjustieren und so lassen sich auch kapitale Fische ohne Probleme ausdrillen und sicher landen.
Ein großes Plus an diesen Rollen ist auch das verbaute Coreprotect Konzept. Durch diese Technologie ist die gesamte Rolle extrem wasserresistent aufgebaut und bietet besonderen Schutz vor eindringendem Wasser an Bremse, Gehäuse und Schnurlaufröllchen. So ist die Rolle bei jeder Witterung geschützt bei jeder und hält einer Reinigung im Wasserbad oder unter den Wasserstrahl des Gartenschlauchs spielend stand.

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Mein Fazit:

Mit der zweiten Auflage der Ultegra hat Shimano ein weiteres Prunkstück einer frontgebremsten Stationärrolle im Programm aufgenommen, deren Ausstattung, Funktionalität und Zuverlässigkeit in diesem Preissegment konkurrenzlos ist. Das Angebot der Ultegra FB reicht von der von der kleinen 1000er bis zu der von mir getesteten 5000er und kann mit normaler oder schneller Übersetzung geordert werden. So deckt die neue Shimano Ultegra FB das komplette Programm der Anforderungen jedes ambitionierten Anglers ab.
Ich kann diese Rolle nur weiterempfehlen. Ein absolutes „Must have“ für jeden Matchangler.

Euer Manfred
Match Team Shimano Austria

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