Mit der Beast Master Commercial und dem Pellet-Waggler auf der Jagd nach Karpfen

In diesem Bericht wollen wir, Michael und Manfred vom Match Team, auf das moderne Angeln mit der Commercial Rutenserie aus dem Hause Shimano genauer eingehen. Wir erläutern den genauen Einsatz der verschiedenen Ruten und natürlich auch die eingesetzten Montagen um erfolgreich an die Fische zu kommen.

In diesem Bericht wollen wir, Michael und Manfred vom Match Team, auf das moderne Angeln mit der Commercial Rutenserie aus dem Hause Shimano genauer eingehen. Wir erläutern den genauen Einsatz der verschiedenen Ruten und natürlich auch die eingesetzten Montagen um erfolgreich an die Fische zu kommen.

Das „Commercial Fishing“ kommt ursprünglich aus der englischen Wettkampf-Angelszene und wurde vor allem an gut besetzten, sogenannten „Pay Lakes“ eingesetzt. In früheren Jahren galten meist steife Ruten als unverzichtbar bei dieser Art der Fischerei. Doch durch die Weiterentwicklung der Materialien und Ruten Technologie, aber auch durch den Erfahrungsschatz aus vielen Drills ist man heutzutage zu der Erkenntnis gekommen, dass sich Ruten mit einer progressiven Aktion viel besser dazu eignen, den Fisch schneller zu ermüden. Dadurch ist der Fisch im Drill besser zu führen und auch einfacher und sicher zu landen. Ein weiterer Pluspunkt bietet diese Rutenserie aufgrund ihrer Sensibilität welche den Einsatz von sehr dünnen Vorfächern und kleinen Haken ermöglicht. Dieser Umstand ist gerade an stark befischten Gewässern ein großes Thema, um auch misstrauische Rüssler überlisten zu können, trotzdem die entstehenden Kräfte am feinen Ende des Setups bis in das Handteil der Rute zu übertragen und Dank des fein reagierenden Blanks, in annähernd der gesamten Rutenlänge abzufangen.

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Shimano bietet aktuell zwei Rutenserien in der Commercial Baureihe an. Einerseits die „Force Master AX Commercial“ und als zweites die „Beastmaster CX Commercial“. Sowohl die „Force Master“ als auch die „Beast Master“ Serien sind als Float und auch als Feeder-Ruten erhältlich. Bei unseren Tests kamen die „Beast Master CX Commercial“ Ruten zum Einsatz.

Aktuelle Beastmaster CX Commercial Ruten:

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Speziell für das Fischen mit dem Pellet-Waggler entschied sich Michael für die kurze Beastmaster Float in 3,05 Meter Länge und einem Wurfgewicht von 15 Gramm. Verheiratet hat er seine Rute mit einer Stradic Ci4 3000F, was nicht nur optisch sondern auch funktionell eine Top-Kombi ergibt. Mit einem Gesamtgewicht von nicht einmal 325 Gramm liegt das Set nicht nur top in der Hand, sondern damit lassen sich auch die leichten Pellet-Waggler Montagen ohne Probleme weit und präzise Werfen.

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Ich entschloss mich die „Beast Master CX Commercial“ Feeder in 3,05 Meter Länge für den Pellet-Waggler aufzubauen.
Meine Wahl fiel auf die Feeder-Rute, da bei Bewerben an den die Fische nicht an die Oberfläche zu locken sind, die Montage leicht umgebaut werden kann und ich mit dem Korb und einer Durchlaufmontage den Karpfen am Grund nachstellen kann. So ist es mir möglich zwischen beiden Angelarten zu switchen und schnell auf das Beißverhalten der Fische zu reagieren.

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Auf meine Beastmaster CX montierte ich eine Aero 2500 HGFA, welche wie die sprichwörtliche „Faust aufs Auge“ auf die Rute passt. Bespult ist die Rolle mit einer 0, 20mm starken Technium Invisitec.
Sowohl die Float als auch die Feeder-Rute bestechen durch einen schlanken, hochwertig anmutenden Blank mit Fuji Beringung. Der schöne, aus Kork und EVA-Material gestaltete Handteil, nimmt die verbauten Rollen am optimal ausbalancierten Rollenhalter auf. So bietet er einen sicheren Griff beim Drillen und liegt gut in der Hand beim Werfen. Auch mit der Feeder-Rute können so die Pellet-Waggler Montagen punktgenau im Fischschwarm platziert werden. Die Feeder-Rute wird mit drei Spitzen ausgeliefert, welche mit der gesamten Rutenserie kompatibel sind. Ich bevorzugte bei meinen Tests die feinsten 0,25 und 0,5 OZ Spitzen.
In Händen bekommt man diese Sahnestücke mit einem Stofffutteral mit Reißverschluss, in der die Rute samt montierter Rolle sicher verstaut werden kann.

Nun möchte ich euch in den nachfolgenden Schritten alles über die Fischerei mit der Pellet Waggler Montage erläutern.

Diese Taktik feiert seinen Ursprung- genauso wie etliche andere erfolgreiche Taktiken an kommerziellen Gewässern in England.

Der Hintergrundgedanke dieser Methode ist es, die Fische in den oben erwähnten „Pay Lakes“ durch das permanente schießen von Pellets in die oberen Gewässerschichten zu ziehen und sie gezielt dort zu beangeln.

Die Montage:

Die Montage gestaltet sich sehr simpel und ist im Nu aufgebaut, ober und Unterhalb des Wagglers montiere ich 2-3 Silikon Schnur Stopper um ein verschieben des Wagglers beim Wurf zu vermeiden. Am Ende der Montage binde ich eine Schlaufe in welcher das 40-60 cm lange Vorfach lediglich eingeschlauft wird.

Am liebsten verwende ich die Dura Pellet Waggler der Firma Preston Innovation in 4,6,8 Gramm abhänging von der Distanz die ich fischen möchte. Diese kleinen Waggler besitzen ausgezeichnete Flugeigenschaften, am Ende des Schwimmers befindet sich eine kleine Metallscheibe welche dem Karpfen widerstand gibt, und dieser sich beim Ansaugen des Köders selbst hakt.

Als Haken verwende ich ausschließlich fein drahtige Modelle in den Größen 14 und 16 welche ich mittels „No Knot“ an Vorfach Schnüren der Stärke 0.18 mm anknote, das Ende meines 40 Zentimeter langen Vorfachs bildet ein kleines Bait Band an welchem das Köderpellet befestigt wird.

Durch die befestigte Metallscheibe am Waggler und das verwendete Haarvorfach Haken sich die meisten Fische selbst, ein Anschlag ist in den meisten Fällen nicht nötig.

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Die Taktik

Wer jetzt glaubt „Montage auswerfen und gut ist’s“ den muss ich leider enttäuschen, gerade beim Pellet Wagglern hat man alle Hände voll zu tun. Durchaus kann es etwas Zeit in Anspruch nehmen den richtigen Rhythmus zu finden welcher Idealerweise folgendermaßen aussieht:

3- 4 Pellets füttern
Den Futterplatz überwerfen
Füttern
Montage bis zum Futterplatz einholen
Füttern

Für den Fall dass sich während dieser Schritte noch nichts getan hat beginnt der Spaß wieder von vorne. Im Idealfall ist die Montage nie länger als 2 Minuten im Wasser und wird sofort wieder neu ausgeworfen da auch das „Plopp Geräusch“ beim Eintreffen des Wagglers im Wasser die Fische animiert in die Wasseroberfläche zu steigen. Sind die Gewässerbewohner erst einmal gestiegen bedeutet es dann Action pur, denn auch während dem Drill darf auf keinen Fall das permanente Füttern vergessen werden, oftmals klemme ich mir im Drill die Rute zwischen die Füße und füttere Parallel wieder Pellets, dies erfordert jedoch etwas Übung.

Sollte es doch einmal vorkommen das die Karpfen sich nicht in der Wasseroberfläche blicken lassen, besteht wie Manfred schon erwähnt hatte immer die Möglichkeit mit einer kurzen Feeder Rute und kleinem Grundblei den Platz zu befischen.

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Köder und Futterpellets:

Abhängig von der Distanz wähle ich auch den Durchmesser der Futterpellets.

bis 20 Meter 6 mm
20-30 Meter 8mm
30 Meter und mehr 10 mm

Der Geschmack der Futterpellets ist meiner Meinung nach nicht abhängig davon ob Fische den Platz annehmen oder nicht, dadurch das in ziemlich allen Teichanlagen auch vom Betreiber Pellets gefüttert werden, reagieren die Fische dementsprechend auf das Geräusch und nicht auf den Geschmack der Futterhappen.

Anders sieht es jedoch mit den Köderpellets aus, hier greife ich bei schwierigen Verhältnissen gerne auf Pellets zurück welche sich in Farbe, Geschmack und Größe von den Futterpellets abheben. Oft bringen auch ausbalancierte Köder welche ganz langsam sinken den entscheidenden Fisch mehr.

Zur Grundausstattung zum Pellet Waggler Fischen sollten auch mehrere kräftige Schleudern zählen, hier greife ich gerne auf das „Incredible Catapult“ von der Firma Guru zurück welche es mir durch individuelle Gummispannung erlaubt die unterschiedlichsten Distanzen zu befüttern.

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Nun wünschen wir euch Viel Spaß und Erfolg beim Ausprobieren dieser effektiven Methode.

Eure Shimano Austria Match Team Angler
Manfred Hubweber und Michael Lindenbauer

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