Flat-Fischen mit der Feederrute auf Karpfen

Ich möchte euch von einem schönen und vor allem erfolgreichen Angeltag berichten. Die für diese Session ausgewählte Teichanlage, liegt im Bezirk Grieskirchen in Oberösterreich. Der zu befischende Teich, mit einer Wasserfläche von knapp einem Hektar und einer Tiefe von 1,5 bis 2,5 Metern, ist ein typisches Vereinsgewässer in dieser Gegend und auch von Tageskarten-Anglern gut besucht.

Das schöne Wetter der vergangenen Tage hielt auch am Fischtag an und ließ die Wassertemperatur bis auf 23 Grad steigen. Diese Umstände stimmten mich positiv, dass die „Gelben“ sicher gut beißen werden.

 

Schnell war der – wie ich dachte – richtige Angelplatz, ungefähr in der Mitte der  160 Meter langen nördlichen Uferseite gefunden und die Sitzkiepe samt Zubehör am Wasser aufgestellt. Das restliche Tackle wurde zum Platz geschleppt und die Rute aufgebaut.

Die Wahl fiel auf meine Speedmaster AX Medium Feeder in der Länge von 3,66 Metern und einem Wurfgewicht von 100 Gramm. Diese ist mit der AERO 4000 FA Feeder Rolle bestückt, welche mit einer 22er Technium Invisitec befüllt ist. Diese Kombi in Verbindung mit der mittleren 2 OZ Feeder- Spitze, ist für diesen Pool ideal geeignet, weil die durchschnittlichen Schuppenträger zwischen 2 Kilogramm und 5 Kilogramm wiegen, sich aber auch kapitale Exemplare mit 10 Kilogramm aufwärts hier tummeln.

Auf die Schnur kam ein mittelgroßes 25 Gramm Flat mit einem ca. 7 bis  8 Zentimeter langem 18er Vorfach und einem Haken der Größe 10. Mit Hilfe von zwei Banksticks die ich am Ufer im Abstand von zehn Metern aufgestellt hatte, war die Distanz von 40 Metern, die ich fischen möchte, schnell abgespannt und die Schnur an der richtigen Stelle im Schnur- Clip meiner Rolle eingelegt.

Zum befüllen des Flats habe ich mir eine besondere Futtermischung ausgedacht. Diese bestand zu je zwei Teilen „Dynamite Baits“ Swim Stim Carp Groundbait Amino Original und Marine Halibut Groundbait, einem Teil grob gemahlenen Marine Halibut Pellets und etwas Halibut Liquid. Diese Mixtur relativ trocken anrühren und nach kurzem ziehen lassen durch das Futtersieb drücken um die perfekte Löslichkeit für das Flat zu erlangen.

Das Flat mit Hilfe der dazugehörigen Form gut befüllt und auf vierzig Meter in den Clip ausgeworfen. Das Ganze wiederholte ich 3 oder 4-mal ohne Hakenköder, um etwas Futter am Angelplatz zu bekommen. Selbst vom Ufer aus war gut zu beobachten, dass die Futtermischung schöne Wolken bildete, während es im Flat zum etwa 2 Meter tiefen Grund absank. Beim nächsten Wurf beköderte ich zwei weiße Maden und ein Maiskorn auf den Haken, füllte die Form mit dem nun etwas nachgefeuchteten Futter und drückte es auf das Flat. Anschließend mit genauer Richtung wieder in den Clip genau am Futterplatz geworfen. Mit zwei bis drei Kurbelumdrehungen noch die Schnur gespannt und die Rute am Feederarm der Sitzkiepe abgelegt.

Es dauerte nicht lange, schon bog sich die Rutenspitze mächtig nach vorne. Der erste Biss. Ich nahm die Rute auf und setzte den Anschlag. „ HÄNGT“. Nach einem schönen Drill, konnte ich einen ca. 3,5 Kilogramm schweren
Schuppenkarpfen mit meinem Unterfänger landen. Jawohl, der Anfang war gemacht und der gut versorgte Fisch konnte wieder in die Freiheit entlassen werden. Erneut ausgeworfen kam wenig später der nächste Biss. Die Schuppenträger standen regelrecht am Futterplatz an und es ist mir gelungen, noch etliche Karpfen bis am späten Nachmittag zu landen. Darunter waren vier stattlichen Exemplaren mit über 8 Kilogramm. Nach solchen Fängen, wusste ich warum diese Ruten/Rollen Kombination zu meinem favorisierten Fishing Tackle zählt, denn ich konnte auch den dicken Rüsslern gut Paroli bieten und sie sicher bis zum Kescher führen.

 

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