Twin Power FD

Schon seit der Einführung der Twin-Power im Jahr 1990, genießt diese Rollenserie einen hervorragenden Ruf aufgrund perfekter Laufeigenschaften und langer Haltbarkeit.

Einziger Kritikpunkt, den sich das gute Stück immer wieder mal gefallen lassen musste, war, dass sie etwas schwerer als vergleichbare Rollen in ihrer Liga ausfiel.

Ich denke, dass das angesprochene „Gewichtsproblem“ auch der Grund dafür ist, warum die 20er Twin Power ein Hybride zwischen den beiden Rollen-Konzepten CORE-SOLIDE (kraftvoller, schwerer, …Stella) und QUICK-RESPONS (feinfühliger, leichter, … Vanquish) geworden ist.

Im Vergleich zur Twin Power 15 wiegt das aktuelle 2500er Modell anstatt 240g nur noch 210g, was durchaus eine Ansage ist.

Die Herausforderung, die Twin Power 20 zwar leichter aber gleichzeitig genauso robust zu machen, hat Shimano meiner Meinung nach äußerst ernst genommen. Es wurde dabei genau darauf geachtet, welche Komponenten aus den Entwicklungen der Stella FJ bzw. der Vanquish FB kombiniert werden konnten, um ein optimales Ergebnis hinsichtlich Gewichtsreduktion und nötiger Stabilität zu gewähren.

Sieht man sich die einzelnen Komponenten im Detail an, wird der raffinierte Materialmix aus Aluminium und Ci4+ ersichtlich.

Während der Hauptrahmen, der stärkeren Zugkräften ausgesetzt ist, aus Aluminium besteht, wurde beim Body (im eigentlichen Sinne) auf Ci4+ gesetzt. Diese Kombination sorgt dafür, dass bei gleicher Steifigkeit Gewicht eingespart werden konnte.

Abgesehen vom Zusammenspiel von Aluminium und Ci4+ ist die größte Revolution im Vergleich zur Twin Power 15 der Rotor. Im Grunde 1:1 von der Stella 18 übernommen besteht dieser zur Gänze aus Metall (Aluminium), was die Stabilität erhöht und jeglicher Verformung wie verdrehend oder verbiegend zusätzlich entgegenwirkt.

Allgemein lässt sich festhalten, dass ein steifer und verwindungsfreier Rotor (aus Metall) wesentlich dafür verantwortlich ist, wie sich die Rolle in der Praxis anfühlt. Einerseits sorgt ein steifer Rotor für eine besondere Laufruhe, andererseits fühlt sich die gesamte Rolle bei stärkerer Krafteinwirkung z. B. im Drill stabiler an.

Da ihre Vorgängerinnen mehrheitlich durch optische Schlichtheit glänzten, fällt die aktuelle TP sicherlich etwas gewagter aus. Zum Vorgänger Modell aus dem Jahr 2015 stellt sie optisch schon fast einen Widerspruch dar. Dunklere Gesamterscheinung mit mehreren Farb- bzw. Material-Wechseln, lassen sie sehr verspielt wirken.

Am auffälligsten sind sicher die markanten Schlitze am Spulenkopf. Insgesamt ähnelt die 20er Twin Power für mich am ehesten den aktuellen SW Stellas, die ein ähnliches Design verfolgen.

Neben der Gewichtsoptimierung, dem Rotor aus Aluminium und der neuen Optik wurde die Twin Power FD natürlich mit sämtlichen technischen Errungenschaften erweitert, die Shimano aktuell zu bieten hat. Ganz nebenbei ist die aktuelle TP auch salzwasserfest.

Hagane Gear+ Micromodule Gear II: Es handelt sich dabei um eine Optimierung der bestehenden Getriebetechnologie, in dem die Form der Zähne an der Schneckenwelle so verändert wurde, dass es zu deutlich weniger Schwingungen während des Kurbelns kommt, was in der Praxis durch zusätzliche Laufruhe bei gleichbleibender Robustheit zu vernehmen ist.

Silent Drive: Durch diese Erweiterung werden die Getriebegeräusche und das Spiel der Kurbel auf ein Minimum reduziert.

X Protect: Diese Technologie ist der Nachfolger des bekannten CORE PROTECT und hat die Aufgabe, das Innenleben bestmöglich von Wasser und Fremdkörpern zu schützen. Durch den Einsatz eines speziellen Fettes wird an heiklen Stellen wie z. B. bei der Verbindung zwischen Rotor und Gehäuse das Eindringen von schädlichen Einflüssen sicher unterbunden.

Long Stroke Spool: Kurzum handelt es sich dabei um eine spezielle Behandlung der Aluminiumspule, die für eine noch glattere Oberfläche und obendrein für einen zusätzlichen Korrosionsschutz sorgt = bessere Wurfperformance + längerer Schutz vor Beschädigungen des Spulenkopfs.

Was die Laufruhe in Kombination mit dem geringeren Gewicht der Rolle betrifft, war ich beim Praxistest sehr beeindruckt. Man merkt ab der ersten Kurbelumdrehung, dass man eine absolute Spitzenrolle in der Hand hält. Sie läuft absolut smooth an, produziert ein perfektes Wickelbild und verzichtet auf unangenehme Getriebegeräusche.

Die Drilleigenschaften konnte ich aufgrund der Schonzeit noch nicht austesten, ich gehe aber mal davon aus, dass sie auch das ganz ordentlich hinbekommt ;).

Kurz zusammengefasst ist die aktuelle TP ein Schmuckstück, das sich durch die zahlreichen Updates knapp unter der Stella 18 positioniert. Durch die raffinierte Kombination der Features aus CORE-SOLIDE und QUICK-RESPONS, wurde von Shimano somit ein neues zukunftsweisendes Rollenkonzept ins Leben gerufen, welches wir in den nächsten Jahren vermutlich noch öfter sehen werden.

Tight lines und viel Spaß mit der Twin Power FD,

HP

Shimano Stradic FJ

Ein kleines Stück Angelgeschichte von 1991 bis 2019

Der Name Stradic F (F für Front) wurde von Shimano im Jahr 1991 ins Leben gerufen und ist seit jeher der Inbegriff für technisch hochwertige sowie preislich attraktive Rollen für sämtliche Angeltechniken.

Insgesamt kam es seit 1991 zur Entwicklung von knapp 20 verschiedenen Generationen von F – FJ + einiger Sondermodelle, die es jedoch nicht alle bis zu uns nach Europa geschafft haben.

Die Europäischen Stradics (FA, FB, FC, FD, FJ) standen lange mit der markanten weißen Farbgebung und der auffälligen Doppelkurbel in Verbindung. Beides hat sich im Laufe der Zeit gewandelt und heute treten sie entweder in einem sportlichen rot-schwarz (Ci4, Ci4 + FA, Ci4+ FB) oder wie beim letzten HAGANE Modell (FK) in einem schicken Silber-Schwarz in Erscheinung.

Die Stradic der Gegenwart wirkt auf den ersten Blick etwas zierlicher als ihre Vorgängerin und ist auch tatsächlich um einen Hauch leichter. Ihre metallic Optik in Kombination mit einer edlen Linienführung, lässt sich im Grunde mit jedem Rutendesign gut kombinieren.


Ganz besonders gut gefällt sie mir auf meiner Expride 272 MH (eine absolute Traumrute), welche seit heuer auch in Österreich erhältlich ist.

Wie bereits die Stradic FK, füllt sich auch das neue Modell äußerst robust an. Mit ihren 6+1 Kugellagern und der max. Bremskraft von 11 kg setzt man in Kombination mit z.B. HAGANE BODY, HAGANE GEAR und dem X-SHIP Getriebe auf eine bereits bewährte Einheit.

Updates zur Stradic FK:

Unabhängig vom optischen Tuning, kam es auch zu drei wesentlichen technischen Erweiterungen, die bis jetzt nur bei den absoluten Oberklasse-Rollen zum Einsatz kamen.

MICROMODULE II:

Es handelt sich dabei um eine Optimierung der bestehenden Getriebetechnologie, in dem die Form der Zähne an der Schneckenwelle so verändert wurde, dass es zu deutlich weniger Schwingungen während des Kurbelns kommt, was in der Praxis durch zusätzliche Laufruhe bei gleichbleibender Robustheit zu vernehmen ist.

X PROTECT: 

Diese Technologie ist der Nachfolger des bekannten CORE PROTECT und hat die Aufgabe, das Innenleben bestmöglich von Wasser und Fremdkörpern zu schützen. Durch den Einsatz eines speziellen Fettes wird an heiklen Stellen wie z. B. bei der Verbindung zwischen Rotor und Gehäuse das Eindringen von schädlichen Einflüssen sicher unterbunden.

LONG STROKE SPOOL:

Kurzum handelt es sich dabei um eine spezielle Behandlung der Aluminiumspule, die für eine noch glattere Oberfläche und obendrein für einen zusätzlichen Korrosionsschutz sorgt = bessere Wurfperformance + längerer Schutz vor Beschädigungen des Spulenkopfs.


Mein Fazit:

Es lässt sich festhalten, dass die neue STRADIC weiterhin auf ihre bewährten Stärken zählen kann und zusätzlich mit vielen technischen Features aus den Entwicklungen der STELLA FJ ergänzt wurde.

Wie gewohnt, bewegt sich auch diese STRADIC wieder im preislichen Mittelfeld und garantiert den Kunden eine technisch ausgereifte sowie optisch besonders gelungene Rolle.

Preis-Leistungsmäßig, wird diese Rolle sehr schwer zu schlagen sein.

Tight Lines,

HP

Produkttest – SHIMANO Lesath u. Twin Power

Hallo Freunde,

gestern waren wir an unserem Hausgewässer unterwegs um neues SHIMANO Tackle zu testen. Zum Einsatz kamen die neue SHIMANO LESATH und die SHIMANO TWIN POWER XD. Was soll ich sagen, echt eine feine Combo. Vor allem die LESATH hat mich sehr überzeugt. In der LESATH ist nun alles vereint, was ich mir von einer perfekten Spinnrute erwarte. Ein schneller und kraftvoller Blank mit einer progressiven Aktion, Fuji Titanium Torzite K-Type Ringe, modernes Design, Top-Verarbeitung, etc. Auch die Hechte waren von dieser Combo begeistert und bissen am laufenden Band. Aber seht am besten selbst…

In diesem Sinn wünsche ich euch gute Unterhaltung mit meinem Kurzfilm.

Tight lines, euer Mario

 

Shimano Ultegra FB zum Friedfischangeln

Wie auch schon mein Teamkollege Mario aus der Raubfischabteilung in seinem Bericht erwähnte, überzeugt die Ultegra nicht nur im Einsatz mit Gummifisch, Wobbler oder anderen Kunstköder, sondern ist auch für uns Friedfischangler ein tolle Option in Sachen Preis-Leistungs-Verhältnis. Darum habe ich natürlich die nun in der zweiten Serie neu aufgelegte „Shimano Ultegra FB“ ausgiebig für euch getestet.

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SHIMANO ULTEGRA 4000 FB, mehr geht nicht in dieser Preisklasse…

SHIMANO ULTEGRA 4000 FB, mehr geht nicht in dieser Preisklasse…

Nach vielen Jahren hat sich SHIMANO dazu entschlossen, die ULTEGRA wieder in das Sortiment der Stationärrollen zum Spinnfischen aufzunehmen und vorweg kann ich Ihnen schon verraten, dass das zweite Modell (FB) der ULTEGRA auf der ganzen Linie überzeugt. Zum Testen bekam ich das 4000er Modell der SHIMANO ULTEGRA FB von der Firma Thalinger Lange zur Verfügung gestellt, herzlichen Dank dafür. Read more

2017 – die erste Halbzeit!

Mittlerweile haben wir Ende Juni und es ist Zeit, ein kurzes Résumé bzgl. der ersten Jahreshälfte zu ziehen. Viel zu lesen war ja in letzter Zeit nicht, aber ich hatte schlichtweg nur wenig Zeit und war in meinen freien Stunden nicht immer sonderlich motiviert, jede Schuppenratte bis in die letzte Muskelfaser zu dokumentieren. An dieser Stelle ein dickes Sorry für die Enttäuschung. OK, einen kleinen Wermutstropfen kann ich doch noch in die geifernde Meute klatschen. Nun haben wir Jahreshälfte und mir fehlt immer noch das diesjährige Monster. Damned. Und gerade weil ich ja eher der klassische Frühjahrsfänger bin, ist das zum Ende der ersten Halbzeit mental nicht mehr ganz so einfach, die persönliche Schmach wegzustecken. Nachdem ich ja 2017 an der Buschlacke und in Hollywood relativ schnell zu erhofftem Erfolg gekommen war, stand ja endlich ab Anfang April der Endgegner Skelettwasser auf dem Programm, wo ich gleich mal schwere Klatschen einstecken durfte. Abgesehen von den meist absolut verschissenen Wetterbedingungen, können mich ein netter Spiegler, ein kleiner Schuppiger und zwei Karauschen nicht lässig über 12 kalte und regnerische Blanknächte hinwegtrösten. Da kann ich mir die Natur schönreden, so lange ich will. IMG_1827 IMG_1799Vielleicht fehlt mir nach all den Jahren am Wasser mittlerweile der pseudo-esoterische Zugang. Ich gehe da raus um zu fangen, nicht um mir den nassen Arsch abzufrieren und ohne Fisch alles nach mehreren Tagen und Nächten wieder ins Boot zu laden und heimzufahren. Da kann ich noch so viele “Naturwunder” hautnah erlebt haben. Es ist hässlich; dieses Gefühl von Hilflosigkeit, Selbstzweifel und fest eingeredeter Ungerechtigkeit. Wenn nach mehreren Tagen am Wasser nämlich die Phase eintritt, in der wilde Pilze interessant werden, die Froschpopulation am eigenen Ufer lückenlos mit Namen versehen ist und Überlegungen angestellt werden was wäre, wenn man mit so einer toten, aufgepoppten Ratte auf Hecht fischen würde, dann… ja dann weißt du, dass du diesen bestimmten Punkt erreicht hast. Dir genügt das einfach nicht mehr. Da fehlt was. Ach ja genau! Der Hub wärs gewesen. Dieses seltsame, lang vermisste Piepgeräusch aus dem kleinen elektronischen Funkdroiden, der da irgendwie seit Tagen lautlos in der Ecke vegetiert, welches unter gut gemeinten Umständen dann in einen Kampf mit einem Saugdeppen führt, der anschließend im besten Fall irgendwann im Kescher steht. Ich glaube DAS fehlt mir mittlerweile bei meinen Niederlagen. Zumindest die statische Hechtfischerei mit aufgepopptem Köderfisch hat gleich mal instant funktioniert, auch wenn dir das nur kurze Zeit Befriedigung verschafft. Aber zumindest war wieder mal der Stock krumm und die Bremse singt. Kurzfristig wenigstens. IMG_2024 IMG_2010Aber auf die Dauer? Pfff… ich weiß nicht. Ich brauch den Rüsselfisch. Am besten so groß wie möglich. Nur wie mach´ ich das? Das war hier die Frage. Vom Skelettwasser zugegebenermaßen ein wenig frustriert, bin ich zwischendurch immer wieder mal an die gute alte Hollywood-Grube gefahren und hab mir die Seele frei gefangen. Da geb´ ich einen fetten Rotz auf Futterkampagnen, Raketenschlachten und exzessives Arschbreitsitzen. Immer nur eine Nacht und gib´ ihm. Hinkommen, die Stöcke gegen den Horizont blasen, jeweils rund einen halben Kilo Murmeln mit dem Rohr Richtung Spot nageln und abheben. Manchmal häufiger, manchmal seltener. Ohne System. Vorerst mit der klassischen Dynamite White Chocolate/Source Kombo, später mit anderen Experimenten. Auch wenn damit keine Überschweine eingenetzt werden konnten, lief das Ringelspiel wie im Bilderbuche. IMG_1938Zu meinen Experimenten gehörten wie Soluble Boilies auch die neue Macht aus dem Hause Dynamite, Complex-T, worauf sich eine 18mm Sinkermurmel, gepaart mit einem 15mm Butyric-C Popper als ganz böse Waffe herauskristallisierte. Auch wenn ich selbst ja fest der Überzeugung bin, dass 85% des Fangerfolges im Spot verankert liegt, sind mir die anderen 15% dann doch nicht so unwichtig 😉 Was an einem Gewässer funktioniert, muss am anderen allerdings nicht garstig punkten. Jedenfalls habe ich nach einigen Ansitzen beide Fallen auf diese Kombo umgestellt und doch etwas kontinuierlicher weitergefangen. Und die Rüsseltiere wurden langsam größer und außergewöhnlicher, auch wenn das natürlich mit den steigenden Wassertemperaturen und der damit zunehmenden Attraktivität meiner Spots einhergehen konnte. IMG_1907IMG_1946 IMG_2323 IMG_1913 IMG_1846IMG_2184 IMG_2174 IMG_2368 IMG_2105Mir war´s jedenfalls völlig egal, warum das jetzt so war. Complex-T/Buttersäurepopper – BÄNG! Was pfeif´ ich mich um irgendwelche Luftdruckveränderungen? Mein Arsch. So ging´s munter weiter, wogegen bei zwischenzeitlichen mehrtätigen Ausflügen ans Skelettwasser die nächsten AntiFang-Backpfeifen kassiert werden durften. Die pfeifen mir was auf meine neue Todes-Kombo. Da sind sicher die Spots schuld. 85% sag ich nur. Aber ich bin guter Dinge, dass es da in Bälde schwer scheppern wird. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt 😉

Hang loose & tight lines
Sludge

Setup Buschlacke:
Shimano Tribal Carp Stalker 9″, 3.0lb
Shimano Ultegra 5500 XSB
Shimano Technium Invisitec 0,40mm
Setup Hollywood:
Shimano Tribal TX9 12″, 3.0lb
Shimano Ultegra 14000 XTC
Shimano Technium Tribal 0,355mm
Setup Skelettwasser:
Shimano Tribal Velocity Carp Rod 10″, 3.0lb
Shimano Ultegra 14000 XTB
Shimano Power Pro Hi Vis yellow 0,19mm

Saisonstart 2.0

Obwohl nun bereits einige Wochen vergangen sind, fühlt sich diese Saison noch immer sehr frisch und unverbraucht an. Insgesamt gestaltet sich die erste Zeit sehr abwechslungsreich, wobei viel ausprobiert, beobachtet und weitergesponnen wird. Teilweise geht es Schlag auf Schlag, manchmal etwas zäh und oft fragt man sich einfach nur, was man da eigentlich macht.

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