Calcutta Conquest 301 meets Yasei Casting Jerkbait H

Mit zwei vollgepackten Wohnmobilen machten wir uns diesen Sommer auf den Weg in Richtung Smaland, um uns wieder etwas intensiver im Umgang mit der Natur zu erproben.

1Nach dem Motto „Wer kein Ziel hat, braucht auch keinen Plan“, verzichteten wir im Grunde zur Gänze auf Vorbereitungen und suchten meist kleinere Waldseen auf. Eine Lagerfeuerstelle und ein Badeplatz reichten für uns völlig aus.23

Was das Angeln betraf, galt es bei Barsch, Hecht oder Zander die vorhandenen Codes so schnell wie möglich zu knacken, um anschließend richtig Spaß zu haben. Der Jahreszeit entsprechend standen zwar kaum Großfische am Programm (und wenn, dann verkackten wir sie kompromisslos von Anfang bis zum Ende), dafür hatten wir teilweise eine Frequenz, die mir hin und wieder schon etwas unheimlich erschien.

Beim Barschangeln blieb mir eine Situation in Erinnerung, bei der es mir schwer fiel, in jugendfreier Sprache mit meiner Umwelt zu kommunizieren. Innerhalb kürzester Zeit wurden mir drei schöne Fische kurz vor dem Kajak geklaut. Es war zu diesem Zeitpunkt einfach kaum möglich, ordentlich zu drillen, ohne anschließend einen Hecht mitschleifen zu müssen.4

Bei den Hechten konnte es schon mal vorkommen, dass wir innerhalb kurzer Zeit 20-30 Stück aus einer Bucht zogen und noch einmal so viele verloren. Zum Teil war es Topwaterangeln vom Feinsten, wobei sich die Fische bereits 2-3 Meter vor dem Köder anmeldeten und anschließend gegenseitig vom Haken schubsten.56Was die Zander betraf, wollte ich mir eigentlich erst gar nicht die Laune verderben lassen, daher verzichtete ich bewusst diese Fischart zu beangeln. Als es dann doch soweit war und ich vor dem Frühstück (ich hatte netto 5 Stunden Angelzeit zur Verfügung) bereits um die 20 Stachler (< 55 cm) gefangen hatte, fiel mir der Abschied von diesem Gewässer schwerer als mir lieb war, da wir, abgesehen von den zahlreichen Zandern, auch gute Barsche und Hechte zu sehen bekamen.78Durch die hohe Anzahl an Bissen herrschten optimale Bedingungen, um neues Material zu testen. Unter anderem war es an der Zeit meine neue Jerkbait – Schleuder näher zu betrachten.

Was die Calcutta Conquest 301 betrifft, plante ich anfangs etwas mehr Zeit für die Einstellung der Rolle ein. Bereits nach wenigen Würfen hatte sich die Sache jedoch erledigt. Heute angle ich ohne aktivierte Pins. Auch die Spulenbremse befindet sich auf voller Attacke, was sich klarerweise auf die Wurfweite positiv auswirkt.910

Ich würde die Calcutta Conquest 301 allgemein als ausgesprochen gutmütig und ohne jegliche Zicken beschreiben, die Hoppalas auch mal verzeiht und von Anfang an gute Wurfergebnisse erzielen lässt. Sie läuft butterweich an und fühlt sich beim Werfen bzw. beim Führen der Köder von Beginn an unglaublich ausgereift sowie stabil an.11Bei einer Übersetzung von 5,6:1 holt sie pro Kurbelumdrehung 76 cm ein. Das macht sie sehr flexibel einsetzbar. Es ist ohne Probleme möglich, typische Glider langsam zu führen, als auch mit Softjerks oder Twitchbaits ordentlich Tempo zu machen. Die Sternbremse arbeitet solide bzw. falls nötig, kommt es zu einem absolut gleichmäßigen Abzug der Schnur. Mit einer Bremskraft von 7 kg ist man dabei stets auf der sicheren Seite. Schnur passt ohnehin reichlich drauf, wobei für mich ca. 80 Meter der 0,33er Kariki völlig ausreichend sind.

Mit ihrem 325 g Gewicht passt die Calcutta Conquest 301 optimal zur Yasei Casting Jerkbait H. Die Rute gehört sicherlich zu den härteren Stöcken, was es jedoch ungemein leicht macht, z.B. Jerkbaits Leben einzuhauchen. Ganz nebenbei erlaubt sie auch mal ordentliche Brocken an die Spots zu befördern, ohne gleich Angst haben zu müssen, dass einem die Späne um die Ohren fliegen.1213Zwei wesentliche Punkte, die eine Baitcasterkombo für mich attraktiv machen, sind einerseits die Robustheit einer Multi und, dass ich trotzdem ein relativ großes Spektrum an Ködern bewältigen kann, ohne ständig schrauben zu müssen. Mit ein bisschen Übung und dem nötigen Gefühl im Daumen lassen sich diese zwei Anforderungen wunderbar unter einen Hut bringen, wobei ich mich mit Gewichten zwischen 40 und 100 g am wohlsten fühlte.

Folgende Köder kamen ohne größere Umstellungen zum Einsatz.1514Wer für die bevorstehende Hechtsaison noch etwas Gröberes sucht, das sich optisch wie auch funktionell von der Masse ganz klar abhebt, sollte sich dieses Gespann unbedingt näher anschauen.

Ein großer Dank gilt meinem Teamkollegen Mario Lange, der mir, ohne mit der Wimper zu zucken, sein Angelkajak angeboten hatte. Ich kann mich auf ganzer Linie nur begeistert von diesem Ding zeigen. Dieses Gerät ist neben der schier unverwüstbaren Konstruktion von hinten bis vorne 100% durchdacht.161718 Gerade wenn es darum geht, durch Seerosenfelder oder dergleichen zu fahren, ist der spezielle Mirage-Antrieb einfach perfekt, da man schlichtweg durch den tiefsten Dschungel gondeln kann, ohne ständig Unterwasserpflanzen zu ernten.

Tight Lines

Hans-Peter22212023192524

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