Auf Winterkarpfen mit der Kopfrute

Seit nun 2 Wochen sind alle Gewässer in unserer Umgebung wieder Eisfrei, der Wetterbericht sagt Temperaturen im +7 Grad Bereich voraus. Zeit für mich ans Wasser zu fahren und versuchen den einen oder anderen Fisch zu überlisten. Kurzerhand entschloss ich mich vergangen Samstag, mit der Kopfrute bewaffnet meinen Hausteich aufzusuchen. Hierbei handelt es sich um ein Areal mit 3 Teichen mit einer Durchschnittlichen Tiefe von etwa 1,40 Meter welche einen guten Bestand an Karpfen aufweisen.

Aufgrund der doch relativ kalten Temperaturen, entschied ich mich an diesem Tag für einen Spot mit einer stark abfallenden Kante wo ich die Fische vermutete.

Schnell wurde die Kiepe positioniert und mein Beast Master AX Commercial Stecker aufgebaut.

Noch zu Hause bereitete ich mir 2 Top Sets mit Hohlgummis von 2,2 und 2,4 Millimeter und relativ feinen Montagen mit Schnüren der Stärke 0,14, Posen mit einer Tragkraft von 0,2 Gramm und Haken der Größe 16 und 18 vor.

Dieses Setup mag für den ein oder anderen doch recht fein erscheinen, da aber die Fische der Jahreszeit entsprechend den Köder noch sehr fein aufnehmen und die Durchschnittsgröße der zu beangelnden Fische zirka 2 Kilo beträgt lautet für mich die Devise „So fein wie möglich und so stark wie nötig“

Das wichtigste beim Angeln mit dem Stecker ist das genaue Ausloten des Angelplatzes, oft entscheiden nur wenige Zentimeter ob man Fische fängt oder nicht. So schob ich meine Rute mit einem 20 Gramm schweren Lotblei auf 13 Meter hinaus und tastete den Grund nach eventuellen Löchern und Kanten ab. Schnell konnte ich die oben erwähnte Kante finden und stellte die Posen so ein, dass mein Köder 5 Zentimeter auf Grund aufliegt. Die Tiefe markiere ich immer mit einem Stück Isolierband auf dem Top Set, um im Falle eines Abrisses, die neue Montage nicht wieder erneut Ausloten muss.

Nach diesem Prozedere sollte es doch endlich zum Angeln kommen… oder doch nicht??

Hätte ich doch fast das wichtigste vergessen, das Futter.

Viel Futter und Köder braucht es zu dieser Jahreszeit nicht, lediglich 1 Liter Maden, 1 Dose Maiskörner, etwas pürierter Mais und einige Red Krill Soft Hook Pellets aus dem Hause Dynamite Baits sollten reichen.

Um den Platz wirklich punktgenau anzufüttern, lies ich bewusst die Madenschleuder weg und brachte Anfangs nur Maden mit dem Pole Cup aus.

Schnell wurde der Haken mit 2 Maden bestückt, das Top Set aufgesteckt und die Rute hinausgeschoben, begann auch schon das warten. Lange sollte es jedoch nicht dauern und ich konnte die feinen Bisse verzeichnen, diese waren mir aber zum Anhieb etwas zu wenig und versuchte die Aggressivität im Form von leichtem Anheben und wieder fallen lassen des Köders zu steigern. Kurz nach dem wiederauftreffen der Maden am Gewässergrund tauchte der Schwimmer ab, ich setzte den Anhieb und zeitgleich schoss der Gummizug aus meiner Rute.

Nach der ersten Flucht rollte ich den Stecker langsam nach hinten ab, steckte das Top Set ab und konnte wenig später einen Schuppenkarpfen mit etwa 1,6 Kilo über den Kescher ziehen.

Um die Fische bei Laune zu halten, fütterte ich erneut mit dem Pole Cup nach. Diesmal gab ich zusätzlich zu den Maden noch etwas pürierten Mais in den Becher um eine schöne Wolke zu erzeugen die sich langsam in Richtung Grund bewegt.

In der nächsten Stunde konnte ich dann noch zwei weitere Karpfen zum Landgang überreden.

Leider machte mir der zunehmende Wind beim Präsentieren des Köders einen Strich durch die Rechnung und so beschloss ich das Feld zu räumen.

Mein Tipp für euch:

Runter von der Couch, warm anziehen und raus ans Wasser, sicherlich mag es zu dieser Jahreszeit noch etwas zäh laufen, aber das wichtigste ist trotzdem unserem liebsten Hobby nachzugehen und den ein oder anderen Winterfisch zu fangen.

Petri Heil
Michael

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