30h Drillorgie!

Tja, Ende Juni noch schwerstens von den eher mauen Fängen des ersten Halbjahres gezeichnet, hat es mir dann doch keine wirkliche Ruhe gelassen. Mit dem unbändigen Willen im Gepäck und dem Vorteil als Lehrer, im Sommer frei zu haben, hab´ ich mich nicht lange überreden lassen müssen, doch ein paar Nächte am Skelettwasser zu verbringen, um dem Schicksal doch noch ein Bein zu stellen. Der Tintifax und ich haben schwerstens motiviert lediglich drei mal in der Woche davor Futter auf unsere Spots gekübelt und haben dann ein paar Tage später angegriffen.

Aber gut, motiviert war ich immer. Anfangs. Nach mehreren Nächten ohne Hub, beschissenem Wetter und persönlichem Unvermögen dann nicht mehr ganz so. Das ist eben ein gnadenloses, brutales Wässerchen, wo einem wahre Demut gelehrt wird. Gut, dies muss man mal wahrhaben wollen. Da hakt´s ja meistens schon. Egal. So sind wir eben frohen Mutes und ohne überschwängliche Hoffnung angetreten, haben unser Rutenspiel runtergekurbelt und waren relativ schnell im obligaten Lauer-Modus. Also in der Wartephase. Dem Hauptbestandteil der Karpfenfischerei. Tja, was soll ich viel sagen? Bereits in der ersten Nacht hat´s in der Morgendämmerung schwerstens bei mir gescheppert und ich hab´ gleich mal ein ordentliches, optisch wirklich feines Dickschwein ablichten dürfen…IMG_2531Untypischerweise ging der Spaß jetzt wirklich los und der Tintinger und ich durften abwechselnd unsere Mühlen abheben, um die nächsten Schiffe einzunetzen. Was da plötzlich los war, ist mit Worten kaum zu beschreiben. Wie in Trance sind wir schon die Montagen rausgefahren, haben abgelegt, sind retour gefahren, um keine 3-4 Stunden später das nächste Getier am Band zu haben. So ging es am Tag und in der nacht weiter. Jahrelang hatten wir beide immer von solchen Sessions geträumt, kannten solch Stories nur aus Erzählungen und Magazinen, aber jetzt war´s bei uns soweit. Kontinuierliche Vollabläufe, Aussteiger, Fänge, Drillen, Keschern – bist du gestört. Wir haben´s nicht mehr gepackt…IMG_1229Bis dann schlussendlich mein aktuell schwersters Jahresfisch eingefahren ist. Ein massiver Schuppler, der wieder mal meine Complex-T/Butyric-C Kombo nicht liegen lassen konnte. Joooo. Entmonstert sag ich nur… endlich. Verdient!IMG_1145IMG_1159
30 Stunden lang ging die Orgie so und war von einer Sekunde auf die andere vorbei. Was lernen wir jetzt daraus? Genau. Wenn die Zeit reif ist, alles passt und die wollen, kannst du nichts mehr falsch machen. Egal wie hart das Gewässer sein mag. Das ist meine neueste Erkenntnis 😀

Hang loose & tight lines
GreeeeZ
Sludge

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